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	<title>Texte Archives - Nadja Ullmann</title>
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	<description>Nadja Ullmann, atelieroffen, Heinrichstrasse 71, 8005 Zürich - Nadja Ullmann&#039;s Künstleratelier &#34;atelieroffen&#34; ist zugleich Arbeitsraum, Galerie und Laden. Das ehemalige Ladenlokal ist ein unabhängiger Kunstraum, der Passanten dazu einlädt, einzutreten, zu verweilen, sich mit der Künstlerin zu unterhalten oder sich ganz einfach inspirieren zu lassen.</description>
	<lastBuildDate>Sat, 21 Feb 2026 20:39:17 +0000</lastBuildDate>
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	<item>
		<title>Beziehungsweisen</title>
		<link>https://nadjaullmann.ch/texte/die-verdichtung-der-dauer-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nadja Ullmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Feb 2026 15:00:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Texte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mit feiner Bleistiftlinie und lasierend aufgetragenem Acryl auf Gipsmasse bewege ich mich in einem offenen, oft langfristig angelegten Prozess über die Leinwand: setzen, verschieben, verwerfen, überlagern, abtragen, revidieren. Das Bild entwickelt sich jeweils als vorläufige Annäherung und sichtbare Spur eines fortdauerndenen Fragens. Ich untersuche Beziehungen zwischen Linien und Flächen, Körpern und Räumen, Natur und Künstlichkeit. [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mit feiner Bleistiftlinie und lasierend aufgetragenem Acryl auf Gipsmasse bewege ich mich in einem offenen, oft langfristig angelegten Prozess über die Leinwand: setzen, verschieben, verwerfen, überlagern, abtragen, revidieren. Das Bild entwickelt sich jeweils als vorläufige Annäherung und sichtbare Spur eines fortdauerndenen Fragens. Ich untersuche Beziehungen zwischen Linien und Flächen, Körpern und Räumen, Natur und Künstlichkeit. Grossformatige Diptychen treten in Dialog, kleinere Arbeiten reagieren aufeinander, suchen Nähe oder markieren Distanz. Beziehung fungiert sowohl als formales Ordnungsprinzip wie als inhaltliche Auseinandersetzung. Aus diesen Suchbewegungen formieren sich – im besten Fall, so meine Intention – „neue Naturen“; emergente Bildwirklichkeiten aus Schichtung, Überlagerung und zeitlicher Verdichtung.Organische Formen und lineare Verflechtungen evozieren tektonische, morphologische und sedimentäre Strukturen, jedoch jenseits eindeutiger Zuschreibungen.</p>
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		<item>
		<title>immer schon&#8230;</title>
		<link>https://nadjaullmann.ch/texte/immer-schon-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nadja Ullmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 08 Jun 2019 13:53:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Texte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#8230; ging es niemals genau gleich weiter &#8211; es ging immer schon niemals genau gleich weiter &#8211; niemals ging es immer schon genau gleich weiter &#8211; genau gleich weiter ging es immer schon niemals &#8211; schon immer ging es niemals genau gleich weiter &#8211; weiter ging es immer schon niemals genau gleich &#8211; gleich weiter [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230; ging es niemals genau gleich weiter &#8211; es ging immer schon niemals genau gleich weiter &#8211; niemals ging es immer schon genau gleich weiter &#8211; genau gleich weiter ging es immer schon niemals &#8211; schon immer ging es niemals genau gleich weiter &#8211; weiter ging es immer schon niemals genau gleich &#8211; gleich weiter ging es genau immer schon niemals &#8211; ging es immer schon niemals genau gleich weiter?</p>
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		<item>
		<title>Künstlerische Assoziation</title>
		<link>https://nadjaullmann.ch/texte/kuenstlerische-assoziation/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nadja Ullmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 24 Nov 2018 16:04:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Texte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Artikel UZH News vom 23.11.2018</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://www.news.uzh.ch/de/articles/2018/kunst-szene-zuerich.html" target="_blank" rel="noopener">Artikel UZH News vom 23.11.2018</a></p>
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		<item>
		<title>Auswanderung der Zellkerne</title>
		<link>https://nadjaullmann.ch/texte/auswanderung-der-zellkerne-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nadja Ullmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Nov 2018 14:35:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Texte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eigenartige, amorphe, künstliche Flecken haben sich in den Bodenvertiefungen des Lichthofes der Universität Zürich eingenistet. Die Formen erinnern an kleine Kontinente, an organische Gewächse, ebenso an unnatürliche Zellkerne aus Plastik. Woher kommt diese verschlüsselte Bildsprache, die hier zu wachsen beginnt?  Bei genauem Hinsehen sind feinste Zeichnungen und Pasellfarben aus der nahen Vogelperspektive erkennbar. Darstellungen von [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Eigenartige, amorphe, künstliche Flecken haben sich in den Bodenvertiefungen des Lichthofes der Universität Zürich eingenistet. Die Formen erinnern an kleine Kontinente, an organische Gewächse, ebenso an unnatürliche Zellkerne aus Plastik. Woher kommt diese verschlüsselte Bildsprache, die hier zu wachsen beginnt?<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Bei genauem Hinsehen sind feinste Zeichnungen und Pasellfarben aus der nahen Vogelperspektive erkennbar. Darstellungen von Moos, Wurzeln oder Schimmel, die sich auf dem Boden ausbreiten. Die zweidimensionalen Körper bilden Stolpersteinchen oder eine ungewohnt natürlich-künstliche Entwicklung, die scheinbar grundlos wächst. Mit der Materialwahl, dem Gussharz, greift die Künstlerin in das Thema der konzentrierten Natur der Wissensanstalt ein. So verschmelzen Körper und Geist, Natur und Kultur, und möglicherweise entsteht ein Empfinden, in dem man sich in einer neuen Natur wiedererkennt.</p>
<p>22 Bodenintarsien: Dispersion, Acryl, Bleistift, Farbstift, Filzstift, Acryl, Siegellack auf Gussharz, begehbar, Grösse variabel, <a href="http://nadjaullmann.ch/wp-content/uploads/2018/11/DokuKunstSzeneZürich181124-1.pdf" target="_blank" rel="noopener">Dokumentation ansehen</a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Spontane Früchte</title>
		<link>https://nadjaullmann.ch/texte/spontane-fruechte/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nadja Ullmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 Jun 2018 11:19:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Texte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Aus den Begegnungen mit der menschlichen und dinglichen Welt entstehen jederzeit Ansammlungen von spontanen Gedanken, die später möglicherweise Eingang finden in den künstlerischen Prozess. Entscheidend ist das Moment des Austausches und das prozesshafte konservieren des subjektiv Erlebten. Was wirkt bei Sinneseindrücken in Bezug auf die Intuition? Inwiefern ist Repetition eine Form der Veränderung? Ich habe das Bedürfnis, diese Fragen nach vertiefter Wahrnehmung sichtbar zu machen. In meiner neuesten Werkgruppe «spontane Früchte» setze [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Aus den Begegnungen mit der menschlichen und dinglichen Welt entstehen jederzeit Ansammlungen von spontanen Gedanken, die später möglicherweise Eingang finden in den künstlerischen Prozess. Entscheidend ist das Moment des Austausches und das prozesshafte konservieren des subjektiv Erlebten. Was wirkt bei Sinneseindrücken in Bezug auf die Intuition? Inwiefern ist Repetition eine Form der Veränderung? Ich habe das Bedürfnis, diese Fragen nach vertiefter Wahrnehmung sichtbar zu machen.</p>
<p class="s3"><span class="s5">In meiner neuesten Werkgruppe «spontane Früchte»</span><span class="s5"> setze ich mich mit den Beziehungen zwischen Natur und Kultur auseinander. </span><span class="s5">Aus dem beträchtlichen Fundus meiner Zeichnungen, Sk</span><span class="s5">izzen und Texte untersuche </span><span class="s5">ich</span><span class="s5"> die Verhältnisse zwischen natürlichen Entwicklungen und artifiziellen Realitäten</span><span class="s5">.</span><span class="s5"> Ausgewählte </span><span class="s5">Bilder </span><span class="s5">werden auf</span><span class="s5"> </span><span class="s5">weiss</span><span class="s5"> bemalten</span><span class="s5"> Bilderrahmen an die Wand projiziert. Aus den Rahmen</span><span class="s5">, die seltsam in den Raum hinein ragen, «</span><span class="s5">wachsen» Fragmente gefundener Objekt</span><span class="s5">e, die sich mit den</span><span class="s5"> </span><span class="s5">Lichtb</span><span class="s5">ildern vermengen. </span><span class="s5">Durch die</span><span class="s5"> Vielschichtigkeit des Werks </span><span class="s5">entstehen irritierende Raumdimensionen.</span></p>
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			</item>
		<item>
		<title>mögliche Welten</title>
		<link>https://nadjaullmann.ch/texte/moegliche-welten-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nadja Ullmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Jun 2017 12:39:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Texte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>– denn selbst die irrationalste Erkundungsweise hat ihre Logik _ Mögliche Welten? _ Überall Welt! _ mit zunehmender Ausdehnung _ überdacht auswandern _ integral _ wirr verschlungene Systeme &#8211; den Prozess einfangen _ das Moment des Austausches _ lose Enden  _ es gibt spontane Früchte _ Flechten sind symbiotische Lebensgemeinschaften _ ein Substrat ist eine [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>– denn selbst die irrationalste Erkundungsweise hat ihre Logik _ Mögliche Welten? _ Überall Welt! _ mit zunehmender Ausdehnung _ überdacht auswandern _ integral _ wirr verschlungene Systeme &#8211; den Prozess einfangen _ das Moment des Austausches _ lose Enden<span class="Apple-converted-space">  </span>_ es gibt spontane Früchte _ Flechten sind symbiotische Lebensgemeinschaften _ ein Substrat ist eine eigenschaftslose Substanz eines Dinges als Träger seiner Eigenschaften _ die Wertschätzung des Tragenden _ Fundamente können wegbrechen _ wo Leere ist muss Fülle werden _ wo Fülle ist muss Leere werden _ konsequent ineffizient _ Schutzräume, Schmutzräume, Schutzträume _ Traumfänger _ Raum, Rhythmus, Zeit _ Zeitfenster _ &#8230;dass es keine Zeit gibt _ Es gibt keinen Raum _ Rhythmen mit Zäsuren _ warum ist Repetition eine Form der Veränderung? _ was ist das Wesen aller Veränderung? _ Zwiespalt als Einheit _ ich und du _ ist Einheit das Ziel? _<span class="Apple-converted-space">  </span>inwiefern bringt es die Welt weiter? _ was man von hier aus sehen kann _ was man von heute aus sehen kann _ es gibt nichts zu sehen _<span class="Apple-converted-space">  </span>was man eigentlich gerade angesehen hat, sieht man erst später _ Nachbilder _ über den Augenblick hinaus _ wieviel Welt kann man in sein Leben hereinlassen? _ Heimatorte<span class="Apple-converted-space">  </span>erkennen _ sehr grosse Ausschläge nach oben und nach unten _ was also weiss man vom Du? _ dem Überdruss ein Haus bauen _ der Verstand des Architekten<span class="Apple-converted-space"> </span>_ Gedankenberge sähen _ ein Gedanke muss ätzen wie ein Gifttropfen _ _ das Gegenteil von weich und elastisch ist hart und zerbrechlich _ hörst du das Gras wachsen? _ Zuversicht anpflanzen _ das Du denken _ Die Liebe ist eine widersprüchliche Figur _ Schmerzen helfen beim Umdenken _<span class="Apple-converted-space">  </span>an die äusseren Ränder wandern _ sich im eigenen Labyrinth verlaufen<span class="Apple-converted-space">  </span>lernen _ Wege suchen _ Suchbewegungen _ Verständnis für das Ganze aufbringen _ aber Harmonie ist was das Innerste zusammenhält und der Gedanke, dass es kein rundes System gibt, ist falsch _ Der Gedanke, dass es ein rundes System gibt, ist falsch &#8211; Ähnlichkeiten haben andere Gründe _ jedes Werdende ruht _ grundlos wachsen _ &#8230;</p>
<p>&nbsp;</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Begegnungen</title>
		<link>https://nadjaullmann.ch/texte/erforschung-meiner-begegnungen-mit-der-menschlichen-und-dinglichen-welt-und-deren-umsetzung-in-einem-gestalterischen-dialog/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nadja Ullmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Sep 2016 15:40:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Texte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Begegnungen sind alltäglich. Man kann sich in ihnen verlieren. Aber wie funktioniert der Prozess Begegnung? Was wirkt im Moment des Austausches in Bezug auf den gestalterischen Prozess? Ich gehe an dieser Stelle das Risiko ein, pathetisch zu wirken und beschreibe zwei persönliche Wahrnehmungsmuster: Wenn ich etwas Schönem begegne, zum Beispiel einer zartgrünen Flechte auf einem [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Begegnungen sind alltäglich. Man kann sich in ihnen verlieren. Aber wie funktioniert der Prozess Begegnung? Was wirkt im Moment des Austausches in Bezug auf den gestalterischen Prozess?</p>
<p>Ich gehe an dieser Stelle das Risiko ein, pathetisch zu wirken und beschreibe zwei persönliche Wahrnehmungsmuster: Wenn ich etwas Schönem begegne, zum Beispiel einer zartgrünen Flechte auf einem verwitterten Stein, dann empfinde ich Ruhe und eine Art Aufgehobenheit. Ich habe das Bedürfnis, dieses Gefühl der vertieften Harmonie in meiner Arbeit sichtbar zu machen. Und: Immer und überall nehme ich wahr. Es steht mir eine Flut von Möglichkeiten offen. Weder kann ich alle Wahrnehmungen bewältigen, noch alle Optionen verarbeiten. Ich muss auswählen. Das bedeutet immer auch: schmerzhaftes Weglassen.</p>
<p>In meiner Arbeit erforsche ich die visuelle Wahrnehmung in Begegnungen. Mein persönliches Interesse gilt dabei den subjektiv empfundenen, intuitiven, „ergreifenden Begegnungen“. In meiner künstlerischen Auseinandersetzung jedoch bewege ich mich später in Spannungsfeldern, Wechselwirkungen und Verflechtungen.</p>
<p>Wie wirken die Spannungsverhältnisse zwischen Natur und Kultur?</p>
<p>Es geht mir hier um Begegnungen, die sich zwischen natürlicher Entwicklung und artifiziellen Realitäten bewegen. Zur Veranschaulichung wende ich mich an eine laufende Arbeit aus meiner künstlerischen Praxis: Zwischen 2009 und 2015 ist eine Fotodokumentation entstanden. Während meinen täglichen Streifzügen durch den Wald bin ich immer wieder auf neonfarbige Sprayereien an den Bäumen gestossen. Es sind dies brachiale Zeichen der Waldpflege. Dieser Abhängigkeit, aus der sich Spannungen ergeben, möchte ich nachgehen. Und auf diese Verflechtungen, aus denen sich Neues ergibt, beziehe ich mich.</p>
<p>Wo liegt die Essenz?<br />
Zum Kern der Sache vorzudringen ist für mich essentiell. Zur Anschauung zitiere ich hier gerne Hans Josephson: „Wenn ich ein Modell gesehen habe, das schlank und schmal war, sehr schön, habe ich das unwiderstehliche Bedürfnis gehabt, das so weit zu reduzieren oder zu verändern, dass davon nur noch der Kern der Sache übrig geblieben ist: Die Leute sagen dann einfach so, das sei eine Stele. In Wirklichkeit habe ich nicht eine Stele machen wollen sondern ich habe einfach bis zum Kern der Sache vordringen wollen (Quelle: Zitat aus dem Buch „Hans Josephson“ von Gerhard Mack).Diesen Kern, diese Essenz, diese Konzentration, diese in sich gekehrte Arbeit, diese Reduktion setze ich in einem nächsten Diskurs wiederum in einen grösseren Kontext.</p>
<p>Welche neue Perspektive ermöglicht welche neuen Ansätze?<br />
Mein Arbeitsvorhaben zielt auf einen Perspektivenwechsel in Bezug auf die Raumverhältnisse. Gerne möchte ich alternative Räume bespielen. Ebenfalls beabsichtige ich ein spezifisches Projekt im Aussenraum weiterzuentwickeln und zur Umsetzung zu bringen (siehe Portfolio, „Hörst Du das Gras wachsen?“). Mich fasziniert dieses Vorhaben „Expansion“, welches im Kontrast zum vorgängig Beschriebenen Vorhaben „Reduktion“ steht.</p>
<p>Auf welchen Stuhl setze ich mich?<br />
Stühle sind eine meiner bevorzugten Wahrnehmungsobjekte. Oder besser ausgedrückt: Ich treffe oft auf Situationen mit Stühlen. Sie offenbaren sich für mich wie inszenierte Szenen auf den unterschiedlichsten Bühnen. In südlichen Städten trifft man sie oft im Aussenraum an. Merkmale einer lebendigen Kultur des Zusammenlebens. In den letzten zehn Jahren ist eine Fülle von Fotografien und Zeichnungen entstanden mit Stühlen &#8211; menschenleer. Diesen Wahrnehmungen, die ich in gesellschaftlichen Zusammenhängen sehe, möchte ich nachgehen.<br />
Es ist naheliegend, das Objekt „Stuhl“ mit Inhalten wie „Position beziehen“ zu assoziieren. Dies wiederum führt mich zu Fragen in Bezug auf meine Anschauungen, die ich gestalterisch entwickeln und nach aussen tragen möchte.</p>
<p>Wie sieht das Ganze aus?<br />
In dieser Frage stelle ich meine Arbeit in einen ganzheitlichen Zusammenhang. Aus dem beträchtlichen Fundus meiner Zeichnungen, Skizzen, Texte sowie das Konvolut meiner gesammelten Objekte fasse ich meine Arbeit in bestimmten Zeitabschnitten zu Werkgruppen zusammen. Es entsteht ein Gesamtkunstwerk aus dem Prozess an sich.</p>
<p>Da ich mich im Jahr 2007 entschlossen habe ein offenes Atelier in einem ehemaligen Ladenlokal zu beziehen, befinde ich mich in einem steten gestalterischen Dialog mit einem Publikum. Durch diese Dialogform habe ich wertvolle Erfahrung in Bezug auf Austausch- und Wahrnehmungsabläufe gewonnen. Das prozesshafte Arbeiten hat mir aufgezeigt, auf welchen Arbeitsgebieten, inhaltlich und formal, ich mich heute vorzugsweise bewege. Ich habe Erkenntnisse in Bezug auf neue Arbeitstechniken entwickelt.</p>
<p>Meine Auseinandersetzung findet mehrheitlich autodidaktisch und ausserhalb des konventionellen Kunstbetriebes statt. Die Begegnungen, die im Umfeld des offenen Kunstraums stattfinden sind nach wie vor wertvoll und bereichernd. Jedoch sind sie auch durch Zufälligkeit geprägt. Ich bin daran interessiert meine Begegnungen vertieft zu erforschen und die Erkenntnisse zu untermauern. In einem gezielten Dialog mit dem Aussen suche ich Anstösse für eine fundierte Reflexion. Im Rahmen eines Studiums der Philosophie an der Universität Zürich möchte ich mein Verständnis von (künstlerischen) Forschungsprozessen vertiefen, neue Erkenntnisse gewinnen und vernachlässigte Perspektiven meiner Umfeld- und Umweltwahrnehmung erkunden&#8230;</p>
<p>Nadja Ullmann / 2016</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Zustand von Etwas</title>
		<link>https://nadjaullmann.ch/texte/zustand-von-etwas-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nadja Ullmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Mar 2014 09:49:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Texte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In der Ausstellungsreihe frisch bei visarte zürich zeigt Nadja Ullmann Zustand von Etwas Nadja Ullmann fasst ihre neueste Werkgruppe unter dem Titel „Zustand von Etwas“ zusammen. Sie erforscht menschliche und Dingliche Begegnungen und setzt sie in einen gestalterischen Dialog um. Die Arbeiten entstehen aus einer scheinbar nicht kontrollierten Arbeitsweise, rein aus der Geste des Schaffensprozesses heraus.  Bei ihren [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In der Ausstellungsreihe <em>frisch</em> bei visarte zürich zeigt <strong>Nadja Ullmann<br />
</strong><strong>Zustand von Etwas</strong></p>
<p>Nadja Ullmann fasst ihre neueste Werkgruppe unter dem Titel „Zustand von Etwas“ zusammen. Sie erforscht menschliche und Dingliche Begegnungen und setzt sie in einen gestalterischen Dialog um. Die Arbeiten entstehen aus einer scheinbar nicht kontrollierten Arbeitsweise, rein aus der Geste des Schaffensprozesses heraus.  Bei ihren Suchbewegungen lässt sich die Künstlerin von wahrgenommenen Linien, Strukturen und Verunreinigungen leiten. Sie spielt mit vorhandenen Vertiefungen, Rissen und Wölbungen unterschiedlichster gefundener Objekte und wahrgenommener Oberflächen. Daraus ergeben sich dem Material eigene Kompositionen als materialisierte, menschliche Erfahrungen: Die Werke bekommen eine unmittelbare und erfahrbare Bedeutung, sie werden zu Begegnungen mit der eigenen &#8222;Natur&#8220;.</p>
<p>kabinett visarte zürich, Schoffelgasse 10, 8001 Zürich<br />
Zürich, 2014</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Die Zeichnung als Materialität des Unsichtbaren</title>
		<link>https://nadjaullmann.ch/texte/die-zeichnung-als-materialitat-des-unsichtbaren/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nadja Ullmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Mar 2012 13:01:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://nadjaullmann.ch/?p=735</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die Zeichnung als Materialität des Unsichtbaren zur Ausstellung «Zeichenhaftes» mit Jochem Hendricks, Nadja Ullmann, Lukas Hofkunst kuratiert von Eva-Maria Züllig 4. März 2012–20. Mai 2012 Text zur Ausstellung von Stephanie Weiss, März 2012 Tusche und Bleistift auf Papier — Kohle auf Leinwand: Diese klassischen Techniken der Zeichnung kommen in allen Werken der ausgestellten KünstlerInnen zur Anwendung. [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Zeichnung als Materialität des Unsichtbaren</strong></p>
<p>zur Ausstellung «Zeichenhaftes»<br />
mit Jochem Hendricks, Nadja Ullmann, Lukas Hofkunst<br />
kuratiert von Eva-Maria Züllig</p>
<p>4. März 2012–20. Mai 2012<br />
Text zur Ausstellung von Stephanie Weiss, März 2012<br />
Tusche und Bleistift auf Papier — Kohle auf Leinwand: Diese klassischen Techniken der Zeichnung kommen in allen Werken der ausgestellten KünstlerInnen zur Anwendung. Und doch wird das Medium «Zeichnung» als visuelle Darstellungsform durch die Materialität und die Arbeitstechnik in allen Arbeiten infrage gestellt. Die Zeichnungen werden zu Bildern von unsichtbaren Prozessen und damit um eine sinnhafte und sichtbare Wahrnehmung erweitert.<br />
Die eingesetzten Techniken erlauben es, eine für die sinnliche Erfahrung nicht unmittelbar zugängliche Betrachtungsebene durch die Bilder zu erschliessen: Auf je eigene Art und Weise gelingt es den KünstlerInnen, die menschliche Wahrnehmung durch das Auge zu filtern und das «Unsichtbare» zum Thema ihrer Werke zu machen. Die Kontinuität des Schaffensprozesses materialisiert sich in feinsten Strukturen oder lässt aus einer scheinbar nicht-kontrollierten Arbeitsweise eine dem Material eigene Komposition entstehen. Aus den Zeichnungen werden somit materialisierte, menschliche Erfahrungen: Die Werke bekommen eine unmittelbare und erfahrbare Bedeutung, sie werden zu zeichenhaften Begegnungen mit der eigenen Lebenserfahrung. Das Zeichenhafte besitzt hierbei eine Symbolik, die sich der Betrachterin, dem Betrachter in keinster Weise als plakative Aufforderung zur Lesart der Zeichnungen aufdrängt. Vielmehr lenkt das Zeichenhafte der Ausstellung den Blick auf existentielle Reflexionen über die Materialität des Unsichtbaren: das Sehen, die Dauerhaftigkeit, das Geschehenlassen.<br />
In den Arbeiten von Jochem Hendricks wird das Auge zum Gegenstand und zum Protagonisten der Zeichnung selbst: Mithilfe einer eye tracking Brille fertigt er Zeichnungen mit den Augen an. Konkrete Gegenstände wie eine Uhr, eine Rechnung, ein Geldschein werden durch die Augenführung gezeichnet und lassen ein unmittelbares Bild durch das Sinnesorgan entstehen. Wiedererkennung wird möglich und lässt sich durch das Nachzeichnen der Objekte mit den eigenen Augen erfahren. Scheinbar unbewusste, nicht steuerbare Bewegungen — das Blinzeln, der Blick ins Nichts — werden gezeichnet und somit zu materialisierten Bildern unsichtbarer Augenblicke.<br />
Nadja Ullmanns Zeichnung erstreckt sich entlang einer zehn Meter langen Papierrolle: Ihre Arbeit entstand während eines Jahres als fortwährender Prozess auf einem einzigen Blatt. Unterschiedliche zeitliche Arbeitsabschnitte und kleinste Striche werden in Wellen sichtbar und lassen die Zeichnung als plastisches und gleichsam meditatives Werk erscheinen. Wie beim Offenlegen einer Schriftrolle wandert der Blick über feine Strukturen der einzelnen Zeilen hin zu sich daraus erschliessenden Mustern: Dauerhaftigkeit und alltägliches Empfinden werden als biographischer Ausdruck der Zeichnung sichtbar.<br />
Lukas Hofkunst arbeitet mit Kohle auf einem schweren Baumwollstoff auf grossformatigen Leinwänden: Seine Bilder zeigen die Umwandlungen des rohen Materials zu Zeichnungen, die sich aus der Auseinandersetzung mit dem Material und aus dessen Bearbeitung ergeben. Scheinbar zufällige Muster und Rhythmen sind das Resultat der Gestaltung, des Geschehenlassens und schliesslich der Transformation eines Elements zu einer sichtbaren Abbildung seiner Eigenschaften: Es entstehen zeichenhafte Strukturen aus der Materialität, deren Formen gleichsam elementar und verletzbar sind.</p>
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		<title>Bleistift auf Papier, 1.5 x 10 m</title>
		<link>https://nadjaullmann.ch/texte/ohne-titel-2011-bleistift-auf-papier-1-5-x-10-meter/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nadja Ullmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Mar 2012 12:56:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Texte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>„Weil es nichts zu sehen gibt“ Zehn Meter lang und ein Meter fünfzig hoch ist die Bleistiftarbeit auf Papier von Nadja Ullmann – zu gross um in ihrem Atelier auszubreiten. Deshalb ist das zehn Meter lange Papier immer aufgerollt, nur etwa 80 cm Papier, an dem Nadja Ullmann gerade arbeitet ist sichtbar. Sie rollt das [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>„Weil es nichts zu sehen gibt“</p>
<p>Zehn Meter lang und ein Meter fünfzig hoch ist die Bleistiftarbeit auf Papier von Nadja Ullmann – zu gross um in ihrem Atelier auszubreiten. Deshalb ist das zehn Meter lange Papier immer aufgerollt, nur etwa 80 cm Papier, an dem Nadja Ullmann gerade arbeitet ist sichtbar.</p>
<p>Sie rollt das weisse Papier am oberen Ende ihres Tisches aus, schraffiert ohne gegenständlich zu werden und rollt den gezeichneten Teil unten wieder ein. Folglich sieht Nadja Ullmann nie das ganze Bild.</p>
<p>Mit einem Bleistift schraffiert die Künstlerin in welche Richtung ihre Körperhaltung sie gerade weist –  als wären einzelne Atemzüge visualisiert und aneinander gereiht. Jedoch zeichnet sie nie bis an den Rand des Papiers. Langsam und stetig wächst eine riesige, amorphe und doch verspielte „Graphit-Wolke“ heran.</p>
<p>Ullmann wählt die Reduktion in der Form, sowie im Material. Ihre Arbeitsweise nimmt Charakteristiken des abstrakten Expressionismus auf: Emotion und Spontaneität sind wichtiger als Perfektion und Reglementierung. Sie fokussiert nur auf die Schraffur und lässt ohne Absicht ihre Hand über das Papier treiben. Die filigranen Kritzeleien entstehen ohne gestalterische Geste, ohne Ziel, nur auf den Prozess orientiert.</p>
<p>Dieser lange und bewusste Arbeitsprozess in dem Nadja Ullmann nie das ganze Bild sieht, lässt ein sehr lebendiges und gleichzeitig sensibles Werk entstehen, in dem alles und nichts zu sehen ist.</p>
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